„Daten statt Raten“: Smarte Technik für den Wald von morgen jetzt auch in Spenge
Hinter dem Projekt steht eine drängende Frage: Wie wird unser Wald in einigen Jahrzehnten aussehen? Durch den fortschreitenden Klimawandel stehen heimische Baumarten schon heute massiv unter Stress.
Um dieser Entwicklung aktiv zu begegnen, hat der Biologe Dr. Andreas Stockey im Rahmen des Projektes „Assisted Migration“ (unterstützte Wanderung) in einem Waldstück in Spenge mehrere Areale für ein Feldexperiment angelegt.
Die Idee dahinter: Bäume aus dem südlichen oder auch mediterranen Raum, die von Natur aus an Hitze und Trockenheit angepasst sind, werden gezielt in unserer Region angesiedelt. So wird bereits heute das Fundament für die robusten Mischwälder von morgen gelegt – für einen Waldbestand, der den veränderten klimatischen Bedingungen der Zukunft dauerhaft standhalten kann.
Anbindung der Sensorenboxen mit dem LoRaWAN-Server „ChirpStack“.
Unsere Technik im Einsatz: Wir sammeln Daten!
Um herauszufinden, wie gut die südeuropäischen Bäume – wie beispielsweise eine Flaumeiche aus Südtirol – mit den hiesigen Bedingungen zurechtkommen, reichen bloße Vermutungen nicht aus. Es werden Daten benötigt!
Hier kommen unsere energieautarken „Sensorenboxen“ zum Einsatz. Sie überwachen 24/7 Parameter wie Bodenfeuchtigkeit, Bodentemperatur, pH-Wert und die elektrische Leitfähigkeit des Bodens sowie die Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit.
Erste Visualisierung der erfassten Datenwerte aus dem „Spenger Versuchs-Wald“ der letzten sieben Tage mit InfluxDB.
Der Weg der Daten: Von der Wurzel direkt aufs Dashboard
Damit die Daten nicht mühsam im Wald ausgelesen werden müssen, nutzen die Boxen eine einfache Funktechnologie (LoRa): Die Sensoren nehmen stündlich die Umweltdaten direkt von den Untersuchungsarealen auf. Per LoRa/LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) werden die Messwerte energiesparend über große Distanzen hinweg „gefunkt“. Ein Gateway, das witterungsgeschützt am Gerätehäuschen angebracht ist, empfängt diese und leitet sie über das WLAN an einen zentralen LoRaWAN-Server (ChirpStack) weiter. Schließlich übergibt der Server alle Daten weiter an eine Datenbank (InfluxDB), wo sie für Auswertungen bereitstehen.
Standort des LoRaWAN-Gateways am Gerätehäuschen . . .
. . . hier direkt unter dem Holzbalken.
Durch diese Messwerte leisten unsere Schülerinnen und Schüler einen echten Beitrag für einen nachhaltigen Wald und helfen dabei herauszufinden, welche südeuropäischen Baumarten sich im Zuge des Klimawandels bei uns durchsetzen können.
Wir (Jochen Holwitt und Manuel Boada) bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten für das großartige Engagement und die tolle, projektübergreifende Zusammenarbeit.
Die Beteiligten:
Jannik Brinkmann, Sahan Cay, Arne Dörfert, Ben Kuhre, Samuel Löwen, Mathis Rolf (alle vom CSBME Bielefeld), Philipp Schulz, Christian Schweihofen und Dr. Andreas Stockey (alle vom Oberstufen-Kolleg) sowie Jakob Schubert (Absolvent des CSBME Bielefeld).
Das „Sensorenboxen“-Team mit Projektbetreuer Manuel Boada (Aufnahme vom 17.05.2026 in Salinas, Gemeinde Castrillón im Fürstentum Asturien, Spanien) und . . .
. . . mit Projektbetreuer Jochen Holwitt (Aufnahme vom 27.05.2026 in O Grove, Provinz Pontevedra in Galicien, Spanien).
Sponsoren & Unterstützer:
Gefördert wurde dieses Projekt durch die Hüttemann-Stiftung im Rahmen des Bildungsfonds „KlimaSchule“ der Stadt Bielefeld 2026, Web: https://www.bildung-in-bielefeld.de/thema-bildungsfonds-klimaschule-2026/

Für die Bereitstellung der Industriegehäuse bedanken wir uns herzlich bei dem Unternehmen:
Günther Spelsberg GmbH + Co. KG, Web: www.spelsberg.de











